Königliche Schenkung

Leopold II
FÖD Kanzlei

Gegen Ende seines Lebens im Jahr 1900 beschloss König Leopold II., dem Land die zahlreichen Territorien, Schlösser und Gebäude, die er im Laufe der Jahre erworben hatte, zum Geschenk zu machen.

An diese Schenkung knüpfte er drei Bedingungen: Die Territorien und Gebäude sollten niemals verkauft werden können, einige von ihnen mussten ihre Funktion und ihr ursprüngliches Aussehen behalten und den Thronfolgern zur Verfügung stehen.

Zu den wichtigsten Besitztümern, die ursprünglich Teil der Schenkung waren, zählen beispielsweise der Park und das Schloss von Laeken, die Gewächshäuser von Laeken, die Schlösser Stuyvenberg und Ciergnon, der Duden-Park in Forest und das Arboretum von Tervueren.

Gegenwärtig ist die Königliche Schenkung eine autonome öffentliche Einrichtung mit eigener Rechtspersönlichkeit. Finanziell ist sie völlig unabhängig: Sie trägt die Verantwortung für ihre Einnahmen und Ausgaben und verwaltet ihre Güter und ihr Personal selbst.

Ein Teil der Besitztümer steht dem König zur Verfügung, so der Park von Laeken, die Schlösser Belvédère, Stuyvenberg, Ciergnon und Fenffe; andere Güter dagegen, wie die Büros in Brüssel oder die landwirtschaftlichen Nutzflächen, werden verpachtet, um der Schenkung Einnahmen zufließen zu lassen.