Ein tag im leben des Königs

König zu sein ist ganz schön schwer! Der Terminkalender von König Philippe ist jeden Tag voll. 

                                                Ein tag im leben des Königs

Ganz früh am Morgen steht der König auf, frühstückt und liest dabei die Zeitungen. Danach bringt er seine Kinder zur Schule. Prinzessin Elisabeth, Prinz Gabriel und Prinzessin Eléonore gehen in Brüssel zur Schule, Prinz Emmanuel in Löwen. 

Ein tag im leben des Königs - SitzungenAnschließend fährt der König in sein Büro im Königlichen Palast in Brüssel, seinem Amtssitz. Am Vormittag stehen für König Philippe und seine Mitarbeiter mehrere Sitzungen auf dem Programm. Dabei wird über das aktuelle Tagesgeschehen gesprochen, also darüber was in Belgien und der Welt passiert. Gemeinsam wird der Arbeitstag des Königs vorbereitet.

Gegen 10 Uhr beginnen die Audienzen. Dabei spricht der König mit jeweils einer Person über ein bestimmtes Thema, das für die Bürger des Landes von Bedeutung ist. An jedem Montagmorgen empfängt der König den Premierminister, also den Regierungschef.

Der Amtssitz, in dem der König, die Königin und ihre Mitarbeiter arbeiten, ist aber der Königliche Palast. Dort werden auch Gäste empfangen, zum Beispiel Könige und Königinnen, Präsidenten, Minister, Künstler, Unternehmenschefs, Sportler usw. Sie erhalten beim König eine „Audienz“.

Im Sommer kann der Königliche Palast besichtigt werden. Die prachtvollen Säle werden von 6987 Glühbirnen erleuchtet.

König Philippe selbst ist das Staatsoberhaupt und repräsentiert als solches Belgien. Außerdem ist es seine Aufgabe, bestimmte Gesetze und die Königlichen Erlasse zu unterzeichnen. Die Erlasse enthalten Vorschriften, die für alle Belgier gelten.  

Ein tag im leben des Königs - MittagessenEtwa um 13 Uhr isst König Philippe im Königlichen Palast oder im Schloss Laeken zu Mittag. Manchmal sind dazu Menschen aus Belgien oder aus dem Ausland eingeladen.

Am Nachmittag studiert der König die Akten, die von seinen Mitarbeitern für ihn vorbereitet worden sind, beantwortet Briefe oder macht Arbeitsbesuche, zum Beispiel in Fabriken, Krankenhäusern oder Schulen.

 

König Philippe und Königin Mathilde sprechen gern mit Leuten aus dem ganzen Land. Dabei bekommen sie oft kleine Geschenke, von Kindern eine Zeichnung oder einen Blumenstrauß.

Manchmal kommt es leider auch vor, dass Belgien von einer Katastrophe heimgesucht wird: eine Überschwemmung, eine Explosion oder ein schwerer Unfall. Auch in so einem Fall stattet der König dem Unglücksort einen Besuch ab, tröstet die Opfer und spornt die Hilfskräfte an. So bringt er seine Solidarität und die Solidarität des ganzen Landes zum Ausdruck.

Etwa ab 19 Uhr, wenn keine offiziellen Termine für den Abend anstehen, verbringen König Philippe und Königin Mathilde die Zeit mit ihren Kindern. Es wird gelesen, ferngesehen oder die Familie besucht Freunde. Manchmal gehen sie auch ins Kino, in ein Konzert oder ins Theater.

König Philippe, Königin Mathilde und ihre vier Kinder wohnen auf Schoss Laeken, ganz in der Nähe des Brüsseler Atomiums.

Ein tag im leben des Königs - audienzenManche Arbeitstage des Königs laufen etwas anders ab, dann nämlich, wenn er einen oder mehrere Tage bei einem offiziellen Besuch im Ausland verbringt. So haben der König und die Königin im Juni 2015 China einen einwöchigen Staatsbesuch abgestattet. Bei einem Staatsbesuch reist ein Staatsoberhaupt in ein anderes Land und wird dort mit den höchsten Ehren vom Staatsoberhaupt des anderen Landes empfangen. Das Ziel eines solchen Besuches ist es, die Regierenden des Gastlandes zu treffen, Belgien vorzustellen und die kulturellen, wissenschaftlichen, akademischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Ländern zu stärken. Manchmal nimmt der König auch an Zeremonien, zum Beispiel zum Gedenken an die Opfer von Kriegen, teil.

Am Nationalfeiertag und an Weihnachten hält König Philippe im Fernsehen und im Radio eine Ansprache, die sich an die ganze Bevölkerung richtet. Die Ansprache wird von vielen gehört. Bei dieser Gelegenheit fordert der König die Menschen dazu auf, sich Gedanken über die Probleme in unserer Gesellschaft zu machen, nach Wegen für ein besseres Miteinander zu suchen und sich gegenseitig zu respektieren.