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Königliche Gewächshäuser von Laeken

Die Königlichen Gewächshäuser von Laeken werden vom 17. April bis 10. Mai 2026 für das Publikum geöffnet sein. Die Besucher können die Architektur von Alphonse Balat, dem Lehrer von Victor Horta, entdecken und die üppige Vegetation in dieser beeindruckenden Konstruktion aus Stahl und Glas genießen. Bei einem erquicklichen Spaziergang drinnen wie draußen lässt sich dieses einzigartige belgische Kulturerbe in all seiner Pracht bewundern. 

Der Ticketverkauf startet am Freitag, dem 20. März, um 13:00 Uhr auf dieser Website : Die Königlichen Gewächshäuser von Laeken.

Im neunzehnten Jahrhundert entstand infolge der Entwicklung der Bautechniken und vor allem auf Grund der Kombination aus Metall und Glas eine neue Art Gebäude: der Wintergarten.

Königlichen Gewächshäuser von Laeken

1873 entwarf der Architekt Alphonse Balat im Auftrag von König Leopold II. einen Gewächshauskomplex, der sich an das im klassischen Stil gebaute Schloss von Laeken anlehnte. Die Gewächshäuser erhielten die Silhouette einer gläsernen Stadt inmitten einer hügeligen Parklandschaft.

Die monumentalen Pavillons, die Glaskuppeln, und die weitläufigen Galerien, welche als überdachte Straßen das Gelände durchziehen, sind mehr als ein einfacher exotischer botanischer Garten, der die baulichen Möglichkeiten von Eisen und Glas vorzeigt. Das, was in den Königlichen Gewächshäusern zum Ausdruck kommt, betrifft die Architektur und genauer gesagt eine Art Bauprogramm, das sich als „der ideale Glaspalast" bezeichnen ließe.

Die Königlichen Gewächshäuser sind das Resultat der zahlreichen Gespräche und Briefe zwischen Alphonse Balat und König Leopold II. sowie der Skizzen, Vorstudien und Entwürfe, die daraus entstanden. Vor allem aber erinnern die Gewächshäuser an die Inspiration, die von ihnen auf die damalige neue belgische Architektur überging und deren Ausstrahlung mit dem Jugendstil weltweit bekannt wurde.

Die heutige Pflanzensammlung der Königlichen Gewächshäuser von Laeken hat aus drei Gründen besonderen Wert:

  • Noch heute gibt es einige der Pflanzen, die zu den ursprünglich von Leopold II. angelegten Pflanzungen gehörten.
  • Die heutigen Pflanzungen entsprechen insgesamt gesehen noch immer dem Geist, der dem ursprünglichen Konzept zugrunde lag.
  • Die Königlichen Gewächshäuser beherbergen noch ungemein viele seltene und sehr wertvolle Pflanzen.

Jedes Jahr im Frühling sind die Gewächshäuser von Laeken drei Wochen lang der Öffentlichkeit zugänglich. Diese hundertjährige Tradition wird noch heute in Ehren gehalten.

 

 

 

 

Gesamtansicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Landungssteg 

Königlichen Gewächshäuser von Laeken - der LandestegDas 1886-1887 erbaute Gewächshaus des Landungsstegs war dazu bestimmt, die Gäste zu bewillkommnen, wenn der König im Wintergarten oder im Esszimmer-Gewächshaus Empfänge organisierte.

Die Treppe führt zum Wintergarten. An den äußeren Enden des Landungsstegs befinden sich zwei Standbilder von Charles Van der Stappen: Die Morgenröte und Der Abend. In chinesischen Vasen, die König Leopold II. von einer Reise in den Fernen Osten mitgebracht hatte, als er noch Herzog von Brabant war, sind Medinillas (eine tropische Pflanze der Philippinen) angeordnet.

 

Der Wintergarten

Der von dem Architekten Alphonse Balat entworfene und von 1874 bis 1876 erbaute Wintergarten war das erste Gewächshaus der eindrucksvollen‚ "gläsernen Stadt", die im Laufe von etwa dreißig Jahren in der Domäne von Laeken entstehen sollte.

Die Dimensionen dieses Gewächshauses gestatteten die Anpflanzung hochstämmiger Palmen, die größtenteils noch aus der Zeit Leopolds II. stammen. Nach seiner Vollendung war dieses Gewächshaus für die königlichen Empfänge bestimmt.

Aufgrund von Renovierungsarbeiten ist der Wintergarten in diesem Jahr nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.